Vom Ferienspiel in den Großeinsatz – Neuerlicher Waldbrand im Föhrenwald
Als Teil des Sonderdienstes Wald- und Flurbrandbekämpfung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes wurde die Freiwillige Feuerwehr Gumpoldskirchen am Freitag, den 14. August 2026, erneut zu einem großflächigen Waldbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld alarmiert.
In den Mittagsstunden war dort neuerlich ein Waldbrand ausgebrochen, der sich aufgrund der Trockenheit und des Windes rasch ausbreitete. Die höchste Alarmstufe B4 wurde ausgelöst. Im Laufe des Einsatzes standen mehr als 830 Feuerwehrmitglieder sowie insgesamt elf Hubschrauber bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Rund 64 Hektar Waldfläche waren betroffen. Da sich die Flammen zeitweise bedrohlich in Richtung einer Wohnsiedlung ausbreiteten, mussten rund 250 Bewohnerinnen und Bewohner vorsorglich ihre Häuser verlassen.
Für die Einsatzkräfte der FF Gumpoldskirchen ging es dabei direkt vom Ferienspiel in den Einsatz: Noch am Nachmittag rückte die erste Mannschaft gemeinsam mit dem Sonderdienst Wald- und Flurbrandbekämpfung – Zug Süd in das Einsatzgebiet ab.
Während die Unterstützung aus der Luft mit Einbruch der Dunkelheit endete, begann am Boden die besonders kräfteraubende Arbeit. Glutnester mussten aufgespürt, geöffnet und teilweise in mühevoller Handarbeit abgelöscht werden. Rund 350 Feuerwehrkräfte arbeiteten die gesamte Nacht hindurch, unterstützt durch Drohnen zur Lokalisierung weiterer Brandstellen.
Am späten Abend erfolgte auch bei der FF Gumpoldskirchen eine Ablöse der bereits seit Stunden eingesetzten Mannschaft. Die frisch eingetroffenen Kräfte der eigenen Freiwilligen Feuerwehr übernahmen die Arbeiten und standen anschließend die gesamte Nacht hindurch im Föhrenwald im Einsatz.
Der Einsatz zeigte einmal mehr, welche körperliche Ausdauer und Zusammenarbeit bei einem Waldbrand dieser Größenordnung notwendig sind. Viele Feuerwehren, Sonderdienste und Einsatzorganisationen arbeiteten über Stunden Hand in Hand, um die weitere Ausbreitung zu verhindern und insbesondere die bedrohten Wohngebiete zu schützen. Eine lange Nacht für unsere Einsatzkräfte – und ein Einsatz, bei dem sich Ausbildung, Kameradschaft und das Zusammenspiel weit über die Bezirksgrenzen hinaus bewährten.
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